Reaktionen auf die Briefaktion


Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Kramp-Karrenbauer

von links: Herr Etgen, Herr Kunz, Ministerpräsidentin Frau Kramp-Karrenbauer, Herr Huppert, Herr Dr. Theres

Aufgrund unseres Schreibens wurde uns ein Termin für die Bürgersprechstunde der Ministerpräsidentin im Juni dieses Jahres angeboten. Am 06. Juni 2015 war es dann soweit.

Die Besuchergruppe, bestehend aus Herrn Etgen und Herrn Dr. Theres - als Vertreter des Erlebnisbergwerkes Warndt - und Herrn Kunz und Herrn Huppert - Vorstandsmitglieder der Interessengemeinschaft Warndt- und Rosseltalbahn (IGWRB) e.V.-, hatte die Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch der Ministerpräsidentin des Saarlandes die Idee einer Museen -Bahn vorzustellen. 

Auf den bestehenden Bahnstrecken, die nur zum Teil stillgelegt, jedoch noch vollständig vorhanden und befahrbar sind, sollten historische Triebwagen das Weltkulturerbe Alte Völklinger Hütte mit dem Erlebnisbergwerk Velsen verbinden.

Damit könnte in ein- maliger Weise das Zusammenwirken von Eisenbahnbau und -betrieb, der Stahl- erzeugung und der Steinkohleförderung anschaulich dargestellt werden. Eisenbahn und Montanndustrie waren die treibenden Kräfte der Industrialisierung. Die Industriedenkmäler in Völklingen und Velsen könnten eine große Aufwertung erleben und das Saarland hätte ein Alleinstellungs-merkmal.

Während des Warndt-Weekendes 2015 haben wir dieses Projekt vorgestellt und große Zustimmung bei den Besuchern der Veranstaltungen in Velsen erhalten. An einem Tag konnten wir über 250 Unterschriften für dieses Ziel sammeln.
Die Museen-Bahn könnte der erste Schritt sein auf dem Weg zu einem grenzüberschreitenden Schienen-Personen-Ringverkehr von Saar- brücken über Völklingen, Geislautern, Großrosseln, Petite Rosselle, Forbach, Stiring Wendel nach Saarbrücken.

Die weiteren Antworten auf unser Schreiben haben wir in chronologischer Reihenfolge des Briefeinganges aufgelistet:


Fraktion der Piraten im saarländischen Landtag              

Recht schnell erhielten wir von der Fraktion der Piraten im saarländischen Landtag eine positive Antwort zu unseren Vorschlägen. Diese unterstützt uns voll und ganz. Bereits im Januar 2014 konnten wir (d.h. Prof. Dr. Zimmermann und Konrad Kunz) schon ein Gespräch mit dem verkehrspolitischen Sprecher der Piraten im Saarland führen und ihm unsere Vorstellungen erläutern. Im September 2015 wurde uns nochmals bestätigt, dass zu den Zielen der Piraten für den saarländischen öffentlichen (Schienen-)nahverkehr auch die Reaktivierung und Ausbau der Rosseltalbahn gehört. Dies hat sie auch in einem Zeitungsbericht der Saarbrücker Zeitung gefordert.

Der Heimatkundliche Verein Warndt hat in Ludweiler ein schönes Heimat-museum eingerichtet, das sich vor allem der Glaserzeugung im Warndt widmet. Er unterstützt uns bei unseren Bemühungen zur Erhaltung und Wiederbelebung der Warndt- und Rosseltalbahn, die dann auch eine einfache und gute Erreichbarkeit des Heimatmuseums Ludweiler bieten würde. 

Eine gute Verkehrsinfrastruktur sieht auch die Tourismuszentrale im Saarland als wesentliche Grundlage für die touristische Entwicklung des Warndt, der viele historische Schätze aus dem Bereich der frühen Industrialisierung bietet (z.B. Glasprodukte aus dem Warndt, Dokumente zur Kohleschürfung, der Bergakademie in Geislautern, dem Geislauterner Eisenwerk, Dokumente und ein Modell des Geislauterner Dampfwagens, das Jagdschloß und der Wildpark in Karlsbrunn, Carriere (Sandgrube) in Freyming Merlebach mit schönen Wanderwegen).  Ganz besonders hervorzuheben ist das Erlebnisbergwerk Velsen.

Erlebnisbergwerk Velsen e.V.               

Seit Oktober 2014 arbeiten wir mit dem Erlebnisbergwerk Velsen eng zusammen und wollen gemeinsam für den Erhalt der Warndt- und Rosseltalbahn und deren Ausbau eintreten.

Es wäre sehr schön, wenn Besucher des Weltkulturerbe Alte Völklinger Hütte, evtl. vom Kohlegleis am Hochofen aus, einen Schienenbus besteigen und mit diesem zum Erlebnisbergwerk Velsen fahren könnten. Dieses Ziel verfolgen wir mit unserer Idee der Museen-Bahn.          

Damit könnte sehr anschaulich dargestellt werden, wie der Eisenbahnbau die Entwicklung der Stahlerzeugung und den Steinkohlebergbau beeinflusst und gefördert hat, der wachsende Stahlbedarf zum Ausbau der Eisenhütten führte und damit auch zur Ausweitung der Kohleförderung und zum Bau neuer Bergwerke.      

Eine solche verkehrsmäßige und thematische Verbindung gibt es nach unserer Kenntnis in Deutschland nicht und sie wäre ein Alleinstellungsmerkmal für das Saarland und insbesondere den Warndt.        

Zu der Darstellung der industriellen Entwicklung zählt auch die Entwicklung der Glashütten im Warndt und im Saarland.


Deutsche Bahn AG
             

Die DB verweist auf die Zuständigkeit der Verkehrsmanagement Gesellschaft Saar mbH als Dienstleister des Landes. Diese sei für Planung, Vergabe und Finanzierung des SPNV im Saarland verantwortlich.


VCD Verkehrsclub Deutschland               

Ebenso wie wir tritt auch der VCD für die Reaktivierung der Warndt- und Rosseltalbahn und ihren Ausbau hin zu einem grenzüberschreitenden Ringverkehr ein. Das Konzept des VCD ist hier dargestellt.

Der VCD schlägt uns vor, das gemeinsame Engagement zu intensivieren,  auch um eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erreichen.

Er regt an, eine Landesgesellschaft Bahninfrastruktur zu gründen, deren Träger das Land und die Kommunen sein könnten (ähnlich wie es in der Agglo Forbach zum Teil geschaffen wurde mit dem VFLI-Netz), um dadurch den Erhalt und Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur zu gewährleisten, wenn die bisherige Eigentümerin daran kein Interesse mehr hat.


Frau Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, bedankte sich für die Anregungen zu einem grenzüberschreitenden Verkehrskonzept für die Schiene. Sie wies allerdings darauf hin, dass die Reaktivierung von Strecken in unmittelbarem Zusammenhang mit den dem Land zur Verfügung stehenden Regionalisierungsmitteln stehen. Deren künftige Höhe ist allerdings ungewiss.

Im Mai 2015 hat das Ministerium in einer Pressemitteilung  mit dem Titel "Ideen für die EU-Förderung in der Großregion" zur Einreichung von Vorschlägen für die neue Förderperiode bis 2020 des EU-Förderprogrammes INTERREG A aufgerufen.
Daraufhin haben wir dem Wirtschaftsministerium Vorschläge unterbreitet. Sie betreffen einmal die grenzüberschreitende Aufwertung der Industriekultur mit unserem Vorschlag zur Förderung der Museen-Bahn und für den Bereich der Verbesserung der nachhaltigen Mobilität haben wir den grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehr vorgeschlagen.
Leider haben wir hierzu noch keine Nachricht erhalten.
 

 

Frau Elke Ferner, Abgeordnete im Deutschen Bundestag, SPD

Frau Ferner bestätigte den Erhalt unseres Schreibens mit den Anlagen und sagte uns zu, weitere Informationen einholen zu wollen. 

 

Herr Jo Leinen, Mitglied des Europäischen Parlaments, begrüßt unsere Vorstellungen und befürwortet eine Einbeziehung unserer Vorschläge und Anregungen in weitere Überlegungen zum grenzüberschreitenden Schienen-personenverkehr in unserer Region. Um dem voranschreitenden Klimawandel entgegenzutreten, so schreibt er, müssen wir eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Infrastruktur schaffen. Auf seine Anfrage erhielt er vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr ebenfalls die oben genannte Aussage, dass Entscheidungen über weitere Ausbaumaßnahmen von der Entwicklung der Regionalisierungsmittel abhängig seien.

Dem CDU-Kreisverband Saarbrücken-Land konnten wir am 01. Oktober 2015 unsere Vorstellungen zum grenzüberschreitenden Schienenpersonenringverkehr sowie zu der Museen-Bahn im Rahmen einer Präsentation vorstellen. Er lud dazu seine Mitglieder zu einer Mitgliederversammlung in den Räumen des Erlebnis-bergwerkes Velsen, unserem Kooperationspartner, ein.

Der CDU-Kreisverband Saarbrücken-Land verabschiedete einen einstimmigen Beschluß, dass er die Ziele der IGWRB unterstützt.

Regionalverband Saarbrücken

Der Regionalverband Saarbrücken bedankt sich für unsere Arbeit als engagierte Bürgeschaft im Warndt. Er verweist darauf, dass Verkehrsverbindungen die Aufgaben des Regionalverbandes nur mittelbar berühren. Verkehrsverbindungen werden dann berücksichtigt, wenn die Planungskompetenz zum Flächennutzungsplan berührt wird sowie touristische- und wirtschaftlichen Entwicklungen im Verdichtungsraum berührt werden. Grenzüberschreitende Nahverkehrsverbindungen sind stets Anliegen des Eurodistrictes. Aktuell bemüht sich der Eurodistrict darum, eine schienengebundene Nachverkehrsverbindung nach Forbach zu untersuchen und bei den zuständigen Stellen zu befördern.

Wir haben dem Regionalverband unsere Vorstellungen zur Museen-Bahn übermittelt. Diese Museen-Bahn passt hervorragend zu dem Ziel der Vernetzung der Zeugnisse der Industriekultur im Warndt, wie es auf Seite 82 der Lokalen Entwicklungsstrategie LES Warndt-Saargau für LEADER beschrieben ist.

Die Partei DIE LINKE hat sich auf Anfrage ihres Fraktionsvorsitzenden in der Regionalverbandsversammlung im Rahmen eines Ortstermines intensiver über unser Konzept informieren lassen. Daran teilgenommen haben Mitglieder der Fraktionen in der Regionalverbandsversammlung, des Stadtrates Saarbrücken, Mitglieder der Landtagsfraktion und der Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze. Dieser Ortstermin und die Präsentation fand im Juli 2015 in den Räumen des Erlebnisbergwerkes Velsen statt. Die Pressemitteilung der Partei finden Sie hier: Pressemitteilung DIE LINKE


Die CDU-Fraktion in der Regionalverbandsversammlung  will auch unser Konzept im Auge behalten und verweist in diese Zusammenhang auch auf die vom Eurosdistrict in Auftrag gegebene Machkarkeitsstudie einer schienengebundenen Nahverkehrsverbindung nach Forbach.


Die Junge Union Großrosseln und die Junge Union Stadtverband Völklingen haben sich im Zuge einer Klausurtagung ausführlich mit unseren Vorschlägen für einen GSPNV beschäftigt.
Beide Verbände fassten den einstimmigen Beschluss, die Interessen der IG Warndt- und Rosseltalbahn zukünftig zu unterstützen. Das ist ein sehr schönes Ergebnis und es freut uns sehr, dass die Vertreter der jüngeren Generation so einmütig den Ausbau des Schienennetzes zu einem grenzüberschreitenden Schienen - Personen - Ringverkehr begrüßen. Sie möchten uns aktiv unterstützen und mit unserer Zustimmung und evtl. Hilfe eine Befragung durchführen, um die zukünftige Nutzung der Bahn festzustellen. Wir freuen uns auf die Gespräche mit der Jungen Union!


Der Fraktionsvorstand der CDU im Gemeinderat Großrosseln bedankt sich für unsere Aktivitäten, begrüßt unser Konzept und will die Interessengemeinschaft Warndt- und Rosseltalbahn bei seinem Projekt "Grenzüberschreitender Schienenverkehr" im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen.
Eine erste Aktion war der Antrag an den Bürgermeister von Großrosseln, das Thema Rosseltalbahn auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung im September 2015 zu setzen.

In dem öffentlichen Teil der Gemeinderatsitzung am 17.09.2015 gab der Bürgermeister von Großrosseln, Herr Dreistadt, auf diese Anfrage bekannt, dass die Gemeinde Großrosseln keinen Antrag auf Entwidmung der Rosseltal- und Warndtkohlebahn gestellt habe und die Gmeinde diese Möglichkeit auch nicht hätte.


Der Ortsrat Karlsbrunn hat sich einstimmig für den Erhalt und den Ausbau der Warndt- und Rosseltalbahn ausgesprochen. Das Schreiben wurde von der Ortsvorsteherin sowie den Fraktionsvorsitzenden der CDU und der SPD unterschrieben.


Am 01.10.2015 fand ein Treffen des geschäftsführenden Vorstandes der IGWRB mit dem Fraktionsvorstand der SPD Völklingen in deren Fraktionsräumen statt. Wir konnten dem Fraktionsvorsitzenden, Herrn Erik Kuhn, und einigen Mitgliedern der SPD  Fraktion Völklingen unsere Präsentation auf einer Leinwand vorführen. Besonderes Interesse rief bei ihm unser Vorschlag der Museen-Bahn hervor. Er sagte uns zu, dieses Vorhaben durch seine Kontakte insbesondere zum Wirtschaftsministerium zu unterstützen.


Wir bedanken uns bei allen, die uns bisher eine Nachricht zukommen ließen.

Wir sind erfreut, dass die Vorstellung, mit dem Zug aus dem Warndt sowohl über Völklingen als auch über Forbach nach Saarbrücken fahren zu können, den Wunsch nach einer Realisierung des GSPNV geweckt hat und eine konstruktive Erörterung der Konzepte beginnen kann.

Am Warndt-Weekend 2015 begannen wir mit einer Unterschriftensammlung, die diesem Wunsch Ausdruck verleihen sollte. Seit dem 04.06.2015 bis heute haben wir fast 600 Unterschriften bekommen. Die Reaktion war fast zu 100% befürwortend. Viele Besucher haben uns von guten Nahverkehrsangeboten aus anderen Regionen Deutschlands berichtet und davon, wie enttäuscht sie nach einem Umzug in das Saarland über das saarländische Nahverkehrsangebot waren.

Die Reaktionen aus Frankreich waren auch sehr befürwortend. Die französischen Besucher konnten es sich sehr gut vorstellen, mit dem TramTrain grenz-überschreitend unterwegs zu sein und fand diese Vorstellung sehr schön.


         

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