Verband der Bürgerinitiativen in der Stadt Völklingen

Presseerklärung

34 000 KFZ täglich durch Geislautern

12 Stunden Video-Aufnahmen bringen es an den Tag: mehr als 34 000 Autos rollen durch Geislautern.

Die Zeit geduldigen Ertragens von immer mehr Lärm und Emissionen von Schadstoffen sei vorbei: Maßnah­men gegen den unzumutbaren Lärm und die andauern­de Wohnwertzerstörung seien angesagt. Darüber waren sich die am 10.4. in Geislautern versammelten Bürger­initiativen einig. Mit großer Empörung nahmen sie zur Kenntnis, was der Vorsitzende der Bürgerinitiative Lud­weilerstraße kundtat: die durch die BI vorgenommene 12stündige Videoaufzeichnung des Verkehrs in der Ludweiler Straße ergab eine Verkehrsmenge von 34000 Kraftfahrzeugen, darunter überproportional Schwerlast‑

verkehr aus „aller Herren Länder, von und nach Frankreich". Fazit der versammelten BI und Vorwurf an Stadt und Land: Hier muß endlich etwas geschehen. Es könne nicht mehr tatenlos hingenommen werden, daß die Ludweiler Straße quasi als „billiger Schleichweg" für den Schwerlastverkehr von und nach Frankreich mißbraucht werde, nur weil der LKW-Verkehr zu faul sei, die vorhandenen Autobahnen

zu benutzen. Geeignete und mögliche Verkehrsleitmaß­nahmen (Verbot des Durchfahrtverkehrs ab 7,5 Tonnen) könnten von Wehrden bis Lauterbach Abhilfe für die geplagten Anwohner schaffen. Radarüberwachungen seien angesagt. Hier reagierte die BI mit völligem Un­verständnis, daß seitens der zuständigen Stellen offen­kundig dem Anwohnerschutz „null Priorität" eingeräumt wurde. Wenn in der Gemeinde Rohrbach der Schwerlast‑

verkehr aus dem Wohngebiet durch Verkehrsleitmaßnahmen gelenkt werde (wie der SZ zu entnehmen war), dürfe dies auch für Geislautern, Ludweiler und Lauterbach kein Tabu sein.

In den nächsten Monaten sei deshalb mit Aktionen

der BI -unterstützt durch die anderen Bürgerinitiativen‑

zu rechnen. Um die zuständigen Behörden endlich zum Han­deln zu zwingen, werden Demonstrationen in der Ludweiler Straße nicht mehr ausgeschlossen.