Schema eines grenzüberschreitenden SPNV im Warndt

Im benachbarten Lothringen existiert noch weitgehend das Streckennetz der früheren Steinkohlebergwerksgesellschaft HBL, das jetzt der VFLI gehört. Eine Strecke führt von Cocheren (F) nach Petite Rosselle und endet am Musée La Mine.

Auf deutscher Seite der Rossel führt die Warndtkohlenbahn von Großrosseln an Emmersweiler vorbei zum ehemaligen Bergwerk Warndt.

Der Gedanke, diese beiden Bahntrassen miteinander zu verbinden, drängt sich beim Betrachten der Landkarte auf.


Die in der Farbe blau gezeichnete Linie ist der Verlauf der vorhandenen Bahnlinie zum ehemaligen Bergwerk Warndt.

Die rot markierte Strecke zeigt den Verlauf der Eisenbahnstrecke von Saarbrücken nach Forbach und weiter bis nach Cocheren. Dort zweigt die Strecke der VFLI nach Morsbach - Petite Rosselle ab. Es zeigt sich, dass beide Bahnlinien ein Stück parallel entlang der Rossel führen.

Es fehlt lediglich eine Brücke über das Rosseltal und dann könnten Züge von Saarbrücken über Forbach durch das Rosseltal nach Völklingen und weiter nach Saarbrücken fahren. Die Bahnlinie sollte in beiden Richtungen bedient werden. Es ergäbe sich ein grenzüberschreitender Schienenpersonen-Ringverkehr (GSPNV). Das Zusammenwachsen Europas durch die deutsch-französische Freundschaft würde in den Zügen täglich erlebbar und alltäglich werden.

Sowohl der VCD als auch die IGWRB orientierten sich bei ihren Planungen an den vorhandenen Strukturen.
Während der VCD eine Streckenführung alleine entlang der linken Saarseite (parallel zur A620) favorisiert, tritt die IGWRB dafür ein, 2 Strecken zu realisieren (T1 und T2).
Bei Analyse der Verkehrsströme aus dem Warndt kann eine effektive Entlastung der Ortsdruchfahrt Geislautern nur erreicht werden, wenn dem Warndt eine Bahnverbindung nach Völklingen angeboten und das Verkehrspotential aus dem Warndt besser ausgeschöpft wird.
Mit der Linie T2 kann eine Möglichkeit zur effektiven Entlastung der A620 angeboten werden.


Grundlegendes Konzept

Zwei Verbindungskurven in Wehrden würden eine Bahnverbindung über Völklingen nach Saarbrücken ermöglichen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerkes Wehrden könnte ein P+R-Platz entstehen. Dieses Gelände grenzt unmittelbar an die bestehende Bahnlinie von Fürstenhausen nach Überherrn und könnte einen problemlosen Übergang von dem Pkw auf den Zug ermöglichen. Von der Ausfahrt Wehrden der A620 lässt sich dieses Gelände direkt, schnell und ohne Ortsfurchfahrt erreichen. Die A620 ließe sich in Richtung Saarbrücken entlasten.

In Wehrden sollte ein Korrespondenzpunkt für zwei Zuglinien entstehen.
Während die Züge von Forbach über Völklingen nach Saarbrücken Hbf weiterfahren, könnte in Wehrden ein Umstieg auf eine andere Linie ermöglicht werden. Diese würde in Wehrden starten und den P+R Platz auf der linken Saarseite über Fürstenhausen und Gersweiler über die Ludwigstrasse mit der Stadt Saarbrücken verbinden. Die Züge könnten auf innerstädtischer Trasse bis Brebach oder auch weiter bis Saargemünd fahren.

Es würden die Linien T1 über Völklingen und T2 über Fürstenhausen entstehen.

Die Bedienung der T1 soll in beiden Richtungen erfolgen, mindestens im Stundentakt, zu verkehrsstarken Zeiten auch halbstündlich. Das Angebot soll auch an den Wochenenden und Feiertagen aufrechterhalten werden und auch bis in den späten Abend einen Besuch in Saarbrücken erlauben.

Spezielle Angebote am Wochenende könnten den üblichen Fahrplan ergänzen, damit Jugendlichen ein gefahrloser Besuch in Discos ermöglicht werden kann.