Aktuelles

 

Am Samstag, dem 08.12.2018 traf uns ein Schock, als wir den folgenden Bericht in der Saarbrücker Zeitung lesen konnten.


07. Dezember 2018 | 20:20 Uhr

CDU hofft noch auf Wiederbelebung

Rosseler Ortsrat plädiert für Abbau der Bahnstrecke

GROSSROSSELN.  Die „toten Gleise“ müssen weg, sagt Ortsvorsteher Jörg Steuer (SPD).

Die Mehrheit im Ortsrat ist dafür, aber die CDU möchte sie noch erhalten. Von Thomas Annen

Über das noch existierenden Gleisbett in der Gemeinde wurde im Ortsrat Großrosseln in seiner jüngsten Sitzung beraten. Mit den Stimmen von SPD und Linkspartei sprach sich das Gremium dafür aus, einen so genannten Freistellungsantrag an die Deutsche Bahn AG zu stellen. Das Verfahren ist im Allgemeinen Eisenbahngesetz geregelt.

Es geht um die Strecke von der Rosselbrücke am Schafbachweiher bis zum Bergwerk Warndt. „Um die Innenentwicklung des Gemeindebezirks Großrosseln vorantreiben zu können, muss die Deutsche Bahn ihren Trassenbestand offiziell entwidmen“, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Erst nach der Freistellung kann das Unternehmen den Boden, über den die Gleise führen, verkaufen – etwa an die Gemeinde oder private Investoren.

Damit erhält die alte Diskussion um die Zukunft der Gleise neue Nahrung. Die Bahn zerschneide Rosseln in zwei Hälften und stehe einer Innenkernsanierung im Weg, sagte Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD). Ortsvorsteher Jörg Steuer (SPD) sprach von „toten Gleisen“, auf denen schon seit vielen Jahren keine Personen mehr befördert werden. Er plädiert bereits länger für den Rückbau der Eisenbahnbrücke in der Bahnhofstraße und des Bahndamms Richtung Emmersweiler. Durch die Öffnung des Geländes, so seine Einschätzung, würden im Ortskern mehr Möglichkeiten zur Verkehrsgestaltung geschaffen.

Die CDU stimmte gegen den Beschlussvorschlag. Sie möchte sich die Möglichkeit einer Wiederbelebung des Personenverkehrs auf den Gleisen offen halten.

Anmerkungen

Nach Auskunft des EBA können keine Teilstrecken entwidmet werden, so wie es im Pressetext beschrieben wurde. Es kann nur die gesamte Strecke von Fürstenhausen - Bergwerk Warndt entwidmet werden.

Diese Strecke verläuft, ausgehend von Fürstenhausen auf dem Gebiet der Stadt Völklingen, Saarbrücken (Velsen gehört zur Gemeinde Klarenthal und damit zu der Stadt Saarbrücken) sowie der Gemeinde Großrosseln.

Es kann unseres Erachtens nicht sein, dass eine Gemeinde über die Bedüfnisse anderer Gemeinden entscheidet und diesen die Ziele von Großrosseln aufzwingt.

Pressemeldungen zu dem Beschluss des Ortsrates Großrosseln

DIE LINKE. Kreisverband Saarbrücken:
Bahninfrastruktur im Warndt nicht vernichten

Anlässlich des Mehrheitsbeschlusses im Ortsrat von Großrosseln, die derzeit stillgelegte Rosselbahn entwidmen zu wollen, erklärt der Kreisvorsitzende der LINKEN Saarbrücken, Thomas Lutze (MdB):
„Auch wenn eine Reaktivierung derzeit sehr unwahrscheinlich ist, da die Landesregierung nichts unternimmt, um den ÖPNV auf den Schienen zu
stärken, ist Beschluss in Großrosseln ein Schlag in Gesicht für alle, die sie für eine bessere Mobilität jenseits des Automobilverkehrs einsetzen.
Eine Entwidmung der Bahnstrecke bedeutet das endgültige Aus für eine verkehrspolitische Alternative zum Straßenverkehr.“
Lutze weiter: „Gerade das sehr hohe Verkehrsaufkommen auf der A620 und den Zufahrtsstraßen müsste auch den politisch Verantwortlichen in den Kommunen zu denken geben.
Eine Reaktivierung des Schienen-Personennahverkehrs „links der Saar“ würde dazu führen, dass der Berufsverkehr ohne die täglichen Staus auskommt und die Lebensqualität in den vom Durchgangsverkehr belasteten Ortsteilen wieder steigt.
Dass gerade die CDU-Fraktion im Ortsrat Großrosseln gegen den SPD-Vorstoß der Entwidmung der Bahnstrecke gestimmt hat, ist sehr respektabel und hoffnungsvoll.“

Erlebnisbergwerk Velsen für den Erhalt der Rosseltalbahn

  Von Redaktion Saarnews - 10. Dezember 2018                          

Mit großem Befremden nimmt der Verein Erlebnisbergwerk Velsen e.V. zur Kenntnis, daß der Ortsrat Großrosseln und Bürgermeister Dreistadt eine Entwidmung der Rosseltalbahnstrecke auf Großrosselner Gebiet anstreben (SZ Völklingen vom 8.12.). Auch wenn dadurch scheinbar die Strecke zwischen Fürstenhausen und Velsen nicht betroffen scheint, so setzt sich der Verein bekanntermaßen für die Reaktivierung der gesamten Rosseltalbahnstrecke ein, welche den verkehrstechnisch arg belasteten Warndtgemeinden eine schnelle Anbindung an die Zentren Völklingen und Saarbrücken ermöglichen könnte. Entsprechende Pläne werden von der Plattform Mobilität Saar-Lor-Lux bereits seit längerem vertreten. Selbstverständlich würde auch der Standort Velsen von einem Regelvekehr mit enger Taktung mehr profitieren als von einer reinen Museumsbahn Richtung Weltkulturerbe. Und darüberhinaus würde ein neu zu bauender Anschluß Richtung Frankreich die Möglichkeit des Ringverkehrs Richtung Forbach ermöglichen, wie es die Tram-Train-Studie des Eurodistrict Saarmoselle vorsieht. Und mit einem Stich zum Carreau Wendel könnten die drei Hauptzentren der Industriekultur im Warndt strategisch miteinander verbunden werden. Auch der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Völklingen empfiehlt eine sorgfältige Analyse der Möglichkeiten einer Reaktivierung der Rosseltalstrecke.

Auch aus Sicht der Bürger Großrosselns ist die Entwidmung der Strecke zu kurz gedacht. Man nimmt sich den Attraktivitätsgewinn, den eine ordentliche moderne ÖPNV-Verbindung liefern könnte. Der Riegelsberger Ortsteil Walpershofen, der sich in einer ähnlichen Situation mit der Köllertalbahn befand, löste die Fragestellung deutlich eleganter: Eine neue deutlich verlängerte Brücke entschärfte das Nadelöhr Bahnunterführung und schuf gleichzeitig Raum, um mitten im Zentrum einen attraktiven Freiraum zu generieren, der heute bereits mit dem Begriff „Ortsmitte am Bach“ sehr positiv besetzt ist und von der Bevölkerung geschätzt wird.

Bekanntermaßen ist Herr Dreistadt auch Vorsitzender des Zweckverbandes Regionalentwicklung Warndt, der sich aktuell um die Eigentümerschaft des Standortes Velsen bewirbt. Das Erlebnisbergwerk Velsen hofft sehr, daß hier kein Interessenskonflikt heraufbeschworen wird, der der Entwicklung des Standortes Velsen Steine in den Weg legen könnte, indem Fakten geschaffen werden. Das EBV appelliert an alle Akteure, zum Wohl von Region und Regionalentwicklung zu handeln statt um des schnellen lokalpolitischen Erfolgs willen Infrastruktur zu zerstören.



Pressemitteilung der Plattform Mobilität



29. Mai 2018 | 20:57 Uhr

Verkehrsentwicklungsplan kommt später

Streit um Bahnverkehr über die Grenze

 

Nur noch an Karfreitagen fahren Züge von Dillingen nach Bouzonville – wegen des Traditions-Markts. FOTO: RUP 

 

Saarbrücken/Berlin/Paris. In der großen Saar-Koalition fahren CDU und SPD in entgegengesetzten Zügen bei der Frage des Schienenverkehrs.  von Dietmar Klostermann

Saar-Europa-Staatssekretär Roland Theis (CDU) hat große Hoffnungen, was die Zusammenarbeit des Saarlands mit der französischen Grenzregion angeht. Diese Hoffnungen ruhen auf der 18-köpfigen Arbeitsgruppe von Abgeordneten der französischen Nationalversammlung und des deutschen Bundestags, die den jetzt 55 Jahre alten Elysée-Vertrag gründlich renovieren wollen. Vor allem die Grenzregionen sollen viel stärker als bisher zusammenarbeiten. „Ich freue mich riesig darüber, dass wir insbesondere mit dem franzöischen Abgeordneten aus Forbach, Christophe Arend, einen Verbündeten für unsere Ideen zur Stärkung der Grenzregionen haben“, jubelte Theis jetzt in einer Pressemitteilung. Arend ist Mitglied von Emmanuel Macrons Marschbewegung. In der Arbeitsgruppe, die jetzt regelmäßig zwischen Berlin und Paris pendelt, sitzt als einziger Saarländer auch der Saar-SPD-Generalsekretär Christian Petry, den Theis nicht erwähnte.

Zügig soll es in der Grenzregion nach Theis Vorstellungen vor allem bei der Schaffung einer gemeinsamen Verwaltung für den Eurodistrict Saar-Moselle vorangehen. Dieser Eurodistrict könnte demnach Träger von Kitas und des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) im Grenzgebiet werden, erklärte Theis. Den „Makel der Grenzlage“ gelte es durch bessere Schienenverbindungen abzustreifen. „Für das Saarland gilt dies für die Fernverbindung von Frankfurt nach Paris. Gleichsam gilt dies aber für die Verbesserung der Schienenverbindung im Dreieck Metz, Luxemburg, Saarbrücken“, betonte Theis.

Im Arbeitskreis von Nationalversammlung und Bundestag gibt aber einstweilen der Vorsitzende, der Konstanzer CDU-Abgeordnete Andreas Jung, die Richtung vor. Vorrangig ist für Jung der „zügige Wiederaufbau“ der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bahnstrecke Freiburg-Colmar, die just am Pannen-Atomkraftwerk Fessenheim vorbeiführt, wie jetzt die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete. Dort soll nach Schließung des AKW ein riesiges Gewerbegebiet entstehen. „Das soll keine Sankt-Nimmerleins-Bimmelbahn werden“, betonte Jung demnach.

Während Theis im Europa-Ministerium bereits von einem funktionierenden Grenzverkehr auf der Schiene träumt, kann sich das auf der anderen Saarseite gelegene Verkehrsministerium von Anke Rehlinger für diese Zukunftsideen nicht erwärmen. Auf eine Anfrage der SZ, welche grenzüberschreitenden Bahnverbindungen das Saarland nach Lothringen und Luxemburg reaktivieren oder neu bauen wolle, antwortete Rehlingers Sprecherin Jennifer Collet: „Der Neubau oder die Reaktivierung von Bahnverbindungen aus dem Saarland nach Lothringen sind nicht geplant.“ Im Schienenbereich gebe es keine direkte Verbindung zwischen dem Saarland und Luxemburg. Die „Aufrechterhaltung der vorhandenen grenzüberschreitenden Verkehre“ sei aber nach wie vor ein wesentliches Ziel bei der Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Großregion.

Dabei läuft momentan über den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd die Vergabe des Schienenpersonennahverkehrs über fünf Jahre von Dezember 2018 bis 2023 auf der Strecke Dillingen-Niedaltdorf zusammen mit der Strecke Saarbrücken-Pirmasens. Doch trotz vielfacher Forderungen aus der Kommunalpolitik und von Verkehrsverbänden werden seitens des Verkehrsministeriums keine Anstrengungen unternommen, die Bahnstrecke Dillingen-Niedaltdorf-Bouzonville-Metz zu reaktivieren. Dabei könnte auch die Bahnverbindung Dillingen-Thionville-Luxemburg reaktiviert werden - wenn denn der Wille da wäre.

Auch die von Lothringer Politikern geforderte Anbindung Forbachs an die Saarbahn, dort Tram-Train genannt, stößt im Saar-Verkehrsministerium auf keine Begeisterung. „Die Aufgabenträgerschaft für Straßenbahnverkehre liegt im Saarland bei den Kommunen und hier somit bei Forbach und Saarbrücken. Ob die erforderlichen Fahrzeuge und der Betrieb finanzierbar sind, muss noch untersucht werden“, sagte Collet. Dem Land sei aufgrund der begrenzten Mittelausstattung eine Mitfinanzierung nicht möglich. Eine Busverbindung scheine ohnehin die bessere Alternative zu sein, um die bestehenden Verkehrsbedürfnisse im ÖPNV kostengünstig und wohnortnah zu realisieren, so die Rehlinger-Sprecherin.

Während Theis vom modernen Schienen-Grenzverkehr mit dem hoch-effizienten Antriebsmotor „Elysée 2.0“ schwärmt, der ganz im Sinne Macrons „marschiert“, ist der neue Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV im Saarland ins Stocken geraten. Nach ursprünglicher Planung des Verkehrsministeriums sollte dieser im Frühsommer 2018 fertig gestellt sein und der Öffentlichkeit vorgelegt werden. Jetzt ist bereits von „frühestens Herbst 2018“ die Rede.

Die Rehlinger-Sprecherin Collet räumte ein, dass „zusätzliche Datenerhebungen“ nötig geworden seien, darunter „die detaillierte Erfassung und Bewertung der Ausstattung und Qualität der Stationen“. Der Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV werde unter Beteiligung der Öffentlichkeit und aller Interessengruppen erarbeitet. Der gesamte Prozess werde von einem Beirat begleitet, dem Verbände, Aufgabenträger, Verkehrsunternehmen, Kammern und Gewerkschaften angehörten. Die regelmäßige Abstimmung und Rückkopplung bringe einen erhöhten Zeitaufwand mit sich, werde aber zu einem differenzierten und besser abgestimmten Ergebnis führen. „Mehr Zeitbedarf zugunsten eines besseren Ergebnisses haben wir dabei bewusst in Kauf genommen“, sagte Collet.

Aus der saarländischen Bevölkerung seien bisher rund 300 Einzelvorschläge zur Verbesserung des ÖPNV eingegangen, die fortlaufend behandelt und bewertet würden. „Vorbehalte gegenüber Vorschlägen von Experten oder aus der Bevölkerung gab es zu keiner Zeit – im Gegenteil“, betonte Collet. Um den ÖPNV attraktiver zu machen, brauche es die Bewertung der Nutzer. Die Rückmeldungen und Anregungen von Experten wie auch Kunden seien daher sehr wertvoll und würden vorbehaltlos in den weiteren Prozess eingearbeitet.

Saarbrücker Zeitung, 30.05.2018

 



Kostenloser ÖPNV ?

„Zusammen mit den Ländern und den Kommunen denken wir darüber nach, den öffentlichen Personentransport als kostenlose Leistung anzubieten, um so die Zahl der privat genutzten Autos reduzieren zu können“, heißt es in einem Schreiben der drei Bundesminister Peter Altmaier (CDU, Kanzleramt), Barbara Hendricks (SPD, Umwelt) und Christian Schmidt (CSU, geschäftsführend Verkehr), vom 11. Februar an den EU-Umweltkommissar Karmenu Vella.

Angeblich kam dieser Vorstoß direkt aus dem Bundeskanzleramt.

Auch wenn der Vorschlag hinsichtlich seiner Umsetzbarkeit auch kritisch bewertet wird, so wird doch klar, dass die Bundesregierung erkannt hat, dass dem ÖPNV/SPNV mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden müsse. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Folgen dieser Vorschlag haben wird.
Es kann jedoch mit Recht erwartet werden, dass der Ausbau der Schieneninfrastruktur, des Netzes und der Fahrzeugflotte eine größere Priorität erhalten wird und größere Summen dafür bereitgestellt werden.
Im Entwurf des Koalitionsvertrages ist bereits die Fortführung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) vorgesehen, das ja 2019 auslaufen sollte. Der Koalitionsvertrag sieht dessen Aufstockung von derzeit ca. 300 Mio. € jährlich  auf 1 Milliarde € bis 2025 vor. Ab 2025 soll es dann eine jährliche Steigerung um einen bestimmten prozentualen Satz geben, vielleicht in Höhe der jährlichen Inflationsrate.

Wir hoffen, dass im Saarland zumindest alle noch bestehenden stillgelegten Bahnstrecken erhalten werden im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung. Der grenzüberschreitende Ringverkehr mit TramTrain bietet die hervorragende Möglichkeit, mehr Pendler nach Saarbrücken auf die Schiene zu bringen.

Die Umweltproblematik verlangt, dass dieser positive Ansatz weiterverfolgt wird.

Bei allem Diskussionsbedarf glauben wir daran, dass der Geist nicht mehr in die Flasche zurückkehren wird und es weiter in eine positive Richtung gehen wird.

Trotzdem ist weiterhin wichtig, die saarländischen Landesregierung  weiterhin zum Handeln aufzuforden mit der untenstehenden Petition.

Neue Bisttalbahn - Für ein Umdenken in der Saarländischen Verkehrspolitik

Wir fordern ein Umdenken in der Saarländischen Verkehrspolitik. Wir stellen zunehmend fest, das die Verkehrsentwicklung sich auf die Kreisstädte sowie die Landeshauptstadt fokussiert. Gerade die Großregion Völklingen-Warndt, über Wadgassen bis Überherrn lebt von einer Infrastruktur, die größtenteils in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig ist. Jede einzelne Sperrung der A 620 hat massive Verkehrsbehinderungen links und rechts der Saar zur Folge. Bei gleichzeitig weiter zunehmendem Güterverkehr hat dies spürbare Folgen für die betroffenen Kommunen. Dabei liegt in der Region ein infrastruktureller Schatz, der nur gehoben werden möchte. Die linke Saarstrecke über Saarbrücken, Fürstenhausen, Wehrden, Wadgassen und Überherrn Ist bis zur französischen Grenze, und darüber hinaus, zweigleisig ausgebaut. Ein Gutachten des Eurodistrict SaarMoselle von 2015 beschreibt einen S-Bahn Ringverkehr, über Saarbrücken-Völklingen, die Bisttalbahn grenzüberschreitend nach Hargarten-Falck, über Forbach nach Saarbrücken zurück. Im Sinne der Frankreich Strategie würde damit die Großregion nachhaltig zusammenwachsen. Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige hätten eine planbare und staufreie Alternative zum jetzigen Pendlerverkehr. Gleichzeitig könnte eine längst überfällige Regional Express Verbindung nach Luxemburg etabliert werden. Ein RE Saarbrücken-Völklingen-Thionville, kann über die vorhandene Saarbrücke hinter Völklingen auf die Bisttal Strecke wechseln und Zubringer der, im 20 Minuten Takt verkehrenden, Luxemburg Verbindungen ab Thionville sein. Völklingen könnte wieder zu einem wirklichen Drehkreuz werden, was für die Stadt eine enorme Aufwertung wäre. Zudem hätte man die Chance am ehemaligen Güterbahnhof Überherrn ein KV Terminal (Anmerkung: kombinierter Verkehr) einzurichten, welches in Wurfweite zu dem Gewerbegebiet Häßfeld, dem neuen Gewerbegebiet Lisdorfer Berg sowie der B269 Neu liegt. Hier bietet sich die einmalige Chance einen Knotenpunkt im grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr zu etablieren.
Begründung: 

Die individuelle Mobilität unterliegt derzeit einem gravierenden Wandel. Entwicklungen hin zu alternativen Antriebsarten, autonomem Fahren und Luft- und Umweltbelastung durch Personen- und Schwerlastverkehr zollen Ihren Tribut. Das Auto als Statusobjekt ist längst nicht mehr das Objekt der Begierde das es mal war. Immer mehr Menschen fordern einen besseren ÖPNV in Ihrer Umgebung. Wir wollen dafür sorgen das keine Eisenbahninfrastruktur vernichtet wird, welche für die Region enormes Potential bietet.

Wir möchten die Besucher unserer Site auf die Petition der Jungen Union hinweisen und Sie einladen, diese Petition zu unterzeichnen.

https://www.facebook.com/NeueBisttalbahn/


Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV des Saarlandes 2030  (VEP ÖPNV Saarland 2030)

Das Saarland erarbeitet mit Beteiligung interessierter Bürger einen Verkehrsentwicklungsplan für den ÖPNV im Saarland, der im Frühjahr 2018 vorgestellt werden soll.

Die konstituierende Sitzung des Projektbeirates zum VEP fand im Oktober 2016 statt.

Am 01.02.2017 wurde dann die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung zum VEP ÖPNV Saarland in einer Informations-veranstaltung im VHS Zentrum in Saarbrücken informiert und erste Anregungen entgegengenommen.

Die IGWRB war selbstverständlich mit einigen Vereinsmitgliedern bei dieser Veranstaltung zugegen und nahm Kontakt zu dem Planungsbüro und dem verantwortlichen Verkehrsplaner auf. Wir sagten die Zusendung umfangreicher Materialien zu, welche die Notwendigkeit einer Reaktivierung der linken Saarstrecke mit den Zweigen Rosseltal- und Bisttalbahn unterstreichen und aufzeigen, welchen Nutzen diese Strecken stiften könnten.

Ende Februar 2017 übersandte die IGWRB dann eine umfassende Stellungnahme zur Reaktivierung der linken Saarstrecke mit ihren Ästen sowohl an das Planungsbüro als auch mit den gleichen Argumenten an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes (MWAEV). 

Den Brief an das MWAEV stellen wir hier zur Ihrer Information dar.

Zu den Schreiben gehören diverse Anlagen, welche unsere Aussagen untermauern und belegen.

Zu den Beteiligungsmöglichkeiten teilt das Ministerium mit:

Beteiligungsmöglichkeiten

Wie kann ich mich beteiligen?

Um Ihre Wünsche, Anregungen und Kritik in den Aufstellungsprozess des neuen Verkehrsentwicklungsplans ÖPNV einzubringen, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung: 

  • Planersocietät
    Öffentlichkeitsbeteiligung VEP ÖPNV
    Gutenbergstr. 34
    44139 Dortmund 
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
    Öffentlichkeitsbeteiligung VEP ÖPNV
    Franz-Josef-Röder-Straße 17
    66119 Saarbrücken

Nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens werden die eingegangenen Anregungen und Wünsche überprüft. Das Ergebnis der Prüfung wird tabellarisch auf dieser Homepage zur Verfügung gestellt.  

Vor Abschluss des Beteiligungsverfahrens informieren wir Sie rechtzeitig über den letztmöglichen Termin zur Berücksichtigung Ihrer Anregungen.

Presseberichte über die IGWRB

Zu nennen ist vor allem der Bericht vom 03.08.2016 über die IGWRB mit dem Titel: 

Mit Volldampf voraus?

Diesen Bericht können Sie nachfolgend lesen.

Zu allen Aussagen finden Sie auf unserer Hompage weitergehende Informationen, auch zu den erfolgreichen Draisinenfahrten.

Weitere Presseberichte finden Sie hier!

Bericht über die Rosseltalbahn im Fernsehen!
Im aktuellen Bericht des SR am 28.07.2015
 wurde ein Filmbeitrag mit dem Titel:  

Zukunft:  Rosseltalbahn  gesendet.        https://youtu.be/17YNdaee-58                     

Der Filmbeitrag hob insbesondere unseren Vorschlag einer Museen-Bahn zur Verbindung des Weltkulturerbes Völklinger Hütte mit dem Erlebnisbergwerk Velsen hervor. Wir freuen uns sehr über das Interesse, das Herr Prof. Dr. Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, gegenüber dieser Idee bekundet hat, indem er sie eine im Kern großartige Idee nannte, welche professionell umgesetzt werden müsste. In dem o.g. Zeitungsbericht hob Herr Prof. Dr. Grewenig dies nochmal hervor.
Zwischenzeitlich haben wir ein Konzept erstellt, das wir mit belastbaren Zahlen Herrn Dr. Grewenig übergeben haben sowie Entscheidern in der Politik.

Neue Bahnverbindungen nach Frankreich?

SZ-Bericht vom 15.07.2015 über ein Gutachten der Landesregierung über bessere Anschlüsse nach Lothringen und Luxemburg, u.a. durch eine Reaktivierung der Strecke nach Überherrn. Darin wurde von dem

Gutachten der TransCare zum Kombinierten Verkehrsterminal in Überherrn berichtet.
Das Potential an Güterverkehrskunden hierfür ist vorhanden.

In Verbindung mit der "großen Schleife" der Machbarkeitsstudie zur grenzüberschreitenden Stadtbahnerweiterung in der Metropole SaarMoselle gewinnt dieser Vorschlag noch eine größere Bedeutung, macht diese Einrichtung die Strecke doch rentabler und rechtfertigt noch mehr die Reaktivierung auch der Bisttalbahn gemeinsam mit der Rosseltalbahn.

Wir können nicht oft genug darauf hinweisen, dass eine Förderquote von bis zu 80% durch die EU für den grenzüberschreitenden Schienen-personenverkehr möglich ist. Neben der Förderung durch Bundesmittel verbleiben dann für das Saarland noch ganze 10%. 

Die RAG zahlt dem Saarland zur Förderung des Strukturwandels nach Aufgabe des Bergbaues erhebliche Summen. Davon floss kein EURO in den Warndt!

 Die Haushaltspläne des Saarlandes der Jahre 2010 bis 2017 zeigen, dass Zahlungen der Ruhrkohle AG (RAG) an das Saarland, die als Hilfe für den Strukturwandel nach Einstellung des Bergbaus an der Saar gedacht sind, nicht in den Warndt geflossen sind. 

Machbarkeitsstudie des Eurodistrictes zur Grenzüberschreitenden Stadtbahnerweiterung

Die Machbarkeitsstudie des Eurodistrictes Saarmoselle zur grenz-überschreitenden Stadtbahnerweiterung in der Metropole SaarMoselle liegt vor. Eine Anfrage an den Eurodistrict SaarMoselle ergab, dass diese Studie vom Eurodistrict veröffentlicht werden sollte.

Wir warteten daraufhin deren Veröffentlichung ab. Leider ist das bis heute nicht der Fall gewesen.
Die Gemeinde Betting in Frankreich hat ihrerseits diese Studie bereist im November 2015 veröffentlicht und zum Download bereitgestellt.
Dies nehmen wir zum Anlass, diese Studie nunmehr (ab 10.09.2016) ebenfalls der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Filmbericht zur Machbarkeitsstudie vom 12.11.2015

Presseartikel haben wir hier dargestellt!